26. Oktober 2026

Sharing-Analyse: Diese Städte bieten die größte Anbietervielfalt

Sharing-Analyse: Diese Städte bieten die größte Anbietervielfalt
E-Scooter, Leihräder, Carsharing und Rollersharing gehören zum Straßenbild deutscher Großstädte. Wie unterschiedlich das Angebot von Stadt zu Stadt ausfällt, haben wir für die 20 größten deutschen Städte untersucht: Die Analyse erfasst, wie viele Sharing-Anbieter in den vier Kategorien den Menschen vor Ort zur Verfügung stehen. Auf der IFA können Besucher jedes Jahr neue Technologien im Bereich Mikromobilität auf dem Mobility Track testen. Carsharing ist die Mobilitätsform mit den meisten Anbietern Mit insgesamt 19 Anbietern ist Carsharing die am stärksten vertretene Mobilitätsform der Untersuchung. Es folgen E-Bike-Sharing mit acht Unternehmen und E-Scooter-Sharing mit sechs. Deutlich kleiner fällt das Angebot bei Rollern aus: Hier gibt es lediglich drei Anbieter, die zusammen nur in fünf der 20 untersuchten Städte aktiv sind.


Diese Unternehmen dominieren die einzelnen Mobilitätsformen

Beim Carsharing sind in den 20 größten deutschen Städten insgesamt 19 unterschiedliche Anbieter aktiv. Am weitesten verbreitet ist Flinkster mit einem Angebot in allen 20 Städten. Es folgen Miles und cambio mit jeweils neun Städten sowie Free2Move und stadtmobil mit jeweils sieben Städten. Bei den Leihfahrrädern sind insgesamt acht verschiedene Anbieter in den untersuchten Städten aktiv. Am weitesten verbreitet ist Nextbike: Das Leipziger Unternehmen betreibt Fahrradverleihsysteme in zwölf der untersuchten Städte, oft unter lokalen Namen wie MyRADL in München oder Bre.Bike in Bremen. Es folgen Lime mit acht sowie Call a Bike mit sechs Städten. Voi und Metropolradruhr sind jeweils in vier Städten aktiv. Beim E-Scooter-Sharing teilen sich sechs Anbieter den Markt. Voi und Dott sind mit Abstand am weitesten verbreitet und in 18 bzw. 17 Städten aktiv, gefolgt von Bolt und Lime mit jeweils 16 Städten. Ryde ist in neun Städten vertreten und RideMovi in jeweils sieben Städten. Sharing-Roller sind das kleinste Segment der Untersuchung: Insgesamt drei Anbieter sind hier aktiv. Emmy ist mit einem Angebot in Berlin, Hamburg und München am weitesten verbreitet. Hinzu kommen der Roller- und Lastenrad-Anbieter Clara in Bonn sowie der E-Moped-Anbieter stella-sharing in Stuttgart.


München rast dem Rest davon

Mit 14 unterschiedlichen Sharing-Anbietern haben Münchner:innen die größte Auswahl unter den untersuchten Städten. In der bayerischen Landeshauptstadt gibt es fünf Fahrrad-Anbieter, sechs Carsharing-Anbieter, fünf E-Scooter-Anbieter und einen Roller-Anbieter. Die Unternehmen Voi, Lime und Dott bieten sowohl E-Scooter als auch Fahrräder an und wurden in dem absoluten Städte-Vergleich nicht doppelt gezählt, weshalb München auf 14 einzelne Unternehmen kommt. Auf dem zweiten Platz folgt Hamburg mit 13 Anbietern. Den dritten Platz teilen sich Berlin, Bonn und Köln mit jeweils zwölf verschiedenen Anbietern. Am unteren Ende des Rankings steht Leipzig mit fünf Sharing-Anbietern. In Mannheim, Bremen und Bielefeld sind jeweils sechs Sharing-Anbieter verfügbar. Nürnberg, Wuppertal und Dresden kommen auf sieben Anbieter und teilen sich damit den drittletzten Platz des Rankings.



München liegt in mehreren Sharing-Kategorien vorn

 

Die bayerische Hauptstadt dominiert gleich in drei Kategorien: Beim Carsharing und E-Bike-Sharing bietet München jeweils sechs und fünf unterschiedliche Angebote. Auch der Emmy-Roller, den es nur in drei der untersuchten Städte gibt, ist in München verfügbar. Ebenfalls weit vorn liegt Berlin: Sowohl beim Carsharing als auch beim E-Bike-Sharing kommt die Hauptstadt auf jeweils sechs und fünf Anbieter und liegt damit gleichauf mit München beziehungsweise dicht dahinter. Hamburg kann sich auch beim Carsharing an der Spitze behaupten: Die Stadt kommt auf sechs Anbieter und teilt sich damit gemeinsam mit Berlin und München den ersten Platz. Dahinter folgen Bonn und Frankfurt am Main mit jeweils fünf Unternehmen. In vielen anderen Städten fällt die Auswahl dagegen deutlich kleiner aus. Flinkster ist der einzige Carsharing-Anbieter, der in allen untersuchten Städten vertreten ist. Auch beim E-Bike-Sharing gehören die beiden Spitzenreiter München und Berlin mit jeweils fünf Anbietern zur Spitzengruppe. Am unteren Ende des Rankings zeigt sich dagegen ein deutlich anderes Bild: In insgesamt zwölf Städten steht jeweils nur ein E-Bike-Sharing-Angebot zur Verfügung. Dazu zählen Leipzig, Mannheim, Bielefeld, Nürnberg, Wuppertal, Bochum, Duisburg, Essen, Stuttgart, Dortmund, Bonn und Bremen. In Duisburg ist dies Donkey Republic, während es sich bei den jeweils einzigen Angeboten der anderen Städte um lokale Angebote des Unternehmens nextbike handelt. Bei den E-Scootern liegen Essen und Köln an der Spitze: Mit jeweils sechs Anbietern bieten die beiden Städte die größte Auswahl unter den untersuchten Städten. Dahinter folgen sechs Städte mit jeweils fünf Anbietern: München, Hamburg, Hannover, Bonn, Duisburg, Bochum und Essen. Berlin, das beim Sharing-Angebot insgesamt weit vorn liegt, kommt in dieser Kategorie dagegen auf vier Anbieter und landet damit gemeinsam mit unter anderem Düsseldorf, Stuttgart und Bonn im Mittelfeld des Rankings. Deutlich überschaubarer ist die Auswahl beim Sharing von E‑Rollern. Emmy ist derzeit nur in Berlin, Hamburg und München vertreten. In Stuttgart und Bonn gibt es zwar kein Emmy-Angebot, dafür stehen mit Stella und Clara weitere Anbieter zur Verfügung.