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IFA für alle. Nachhaltigkeit und Inklusion bei IFA Berlin
Innovation für alle ist unser Anspruch. An dem wollen wir gemessen werden.
Ein Event, das die Zukunft der Technik zeigt, muss für alle funktionieren. Sonst zeigt es die Zukunft nicht. Hier steht, was wir dafür tun. Auch das, was noch nicht fertig ist.
Warum wir das tun
Technik ist erst fertig, wenn alle sie nutzen können. Untertitel wurden für gehörlose Menschen entwickelt, heute schaltet sie fast jeder ein. Hörbücher gab es zuerst für blinde Menschen. Sprachsteuerung kommt aus der assistiven Technik. Was für wenige gebaut wird, ist am Ende oft für alle besser.
Weltweit leben 1,3 Milliarden Menschen mit einer erheblichen Behinderung. Das ist jeder sechste Mensch. Und die meisten Behinderungen sieht man nicht. Für eine Branche, deren Geräte in Milliarden Haushalten stehen, geht es dabei um einen erheblichen Teil der eigenen Kundschaft. Und um die Perspektiven, aus denen die nächsten guten Ideen kommen.
Vielfalt und Innovation hängen zusammen: Eine BCG-Studie mit Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigt, dass Firmen mit überdurchschnittlich vielfältigen Führungsteams einen deutlich höheren Anteil ihres Umsatzes mit neuen Produkten und Services machen.
Innovation für alle heißt wirklich alle: unser Team, unsere Ausstellenden, unsere Gäste und unsere Partner. Geschlecht, Identität, Alter, Herkunft, Religion, Sprache, Behinderung, Neurodiversität: nichts davon soll darüber entscheiden, wer Technik erleben kann. Daran lassen wir uns messen, vor Ort genauso wie digital. Einiges steht schon. Anderes kommt zur IFA 2026. An manchem arbeiten wir noch. Alles davon steht hier.
Barrierefreiheit und Inklusion
Wer ein Hörgerät trägt, soll das Bühnenprogramm genauso mitbekommen wie alle anderen. Wer eine Pause vom Lärm braucht, soll einen ruhigen Ort finden. Und wer Unterstützung mitbringt, soll dafür nicht doppelt zahlen. Daran richten wir das Event aus, gemeinsam mit Menschen und Organisationen, die das besser wissen als wir.
In den Hallen steht Technik, die Barrieren abbaut: Hörgeräte, die sich mit allem verbinden, Steuerung per Blick, Wohnungen, die sich den Menschen anpassen. Ein Event, das diese Technik zeigt, sollte selbst nicht dahinter zurückbleiben.
Bereits umgesetzt:
IFA Initiativen 2026
In lila Westen, während der ganzen IFA auf dem Gelände unterwegs. Ansprechbar, wenn sich jemand unsicher, unwohl oder überfordert fühlt oder Diskriminierung erlebt. Erreichbar über:
Awareness Space im Marshall-Haus
Überall auf dem Gelände an den lila Westen zu erkennen
Awareness-Hotline: +49 177 5650874
Bei Bedarf holt das Team die Security oder die Sanitäter dazu.
Service auf einen Blick
- Begleitperson anmeldenx
- Quiet Rooms und barrierefreie Wege im Hallenplan
- Barrierefreie Karte: Stufenlose Wege, Aufzüge, barrierefreie Sanitäranlagen und Parkplätze auf dem gesamten Gelände, auf einer Karte.
2022 sind weltweit 62 Millionen Tonnen Elektroschrott angefallen, 2030 werden es voraussichtlich 82 Millionen Tonnen sein. Nachweislich gesammelt und recycelt wird davon nur etwa ein Fünftel. Das ist die Aufgabe, vor der unsere eigene Branche steht. Auf der IFA werden die Lösungen dafür gezeigt. Wer sie zeigt, sollte selbst damit anfangen.
- Aufbauten, die bleiben: Bühnen und Standsysteme sind modular geplant und werden wiederverwendet statt entsorgt.
- Teppich, der wiederkommt: In allen Gängen der Hallen liegen Teppichfliesen, die Jahr für Jahr wieder zum Einsatz kommen und nicht nach jeder Show ersetzt werden. In der iZone verwenden wir Rewind-Teppich. Und in zwei Bereichen, CityCube Level B und Reseller Park, verzichten wir ganz auf Teppich.
- Aus alten Flaschen: Lanyards aus rPET, dazu Passholder und Kids Wristbands aus recyceltem Material.
- Abfall wird Rohstoff: Wir trennen und verwerten auf dem gesamten Gelände, gemeinsam mit ALBA.
- Klare Regeln für alle: Das 5R-Prinzip (rethink, refuse, reduce, repurpose, recycle) steht in unseren Guidelines für Ausstellende.
- Was als Nächstes kommt: Better Stands. Ab 2027 führen wir das Branchenprogramm schrittweise ein: wiederverwendbarer Standbau statt Aufbauten für eine einzige Show. Der Anfang ist schon zur IFA 2026 gemacht. Zusammen mit dem Sustainability Team von Clarion schauen wir vor Ort, für welche Stände ein Assessment infrage kommt.
Berlin will seine CO2-Emissionen bis 2030 um mindestens 60 Prozent gegenüber 1990 senken. Die IFA, das Land Berlin und die Messe Berlin arbeiten daran, die Emissionen der Show ebenfalls zu senken. Dazu kommt eine Verpflichtung, die für die gesamte Unternehmensgruppe gilt: Als Teil von Clarion Events ist die IFA bei Net Zero Carbon Events dabei, einer branchenweiten Initiative der Eventwirtschaft. Clarion hat sich darauf festgelegt, die Emissionen bis 2030 zu halbieren und bis 2045 Net Zero zu erreichen. Für die IFA heißt das: Wir erfassen den CO2-Fußabdruck der Show und arbeiten mit unseren Standorten und Lieferanten daran, ihn zu verringern.
- Grünstrom für das ganze Gelände: 100 Prozent zertifizierter Grünstrom, Teil eines Energiekonzepts, das die Messe Berlin auf regenerative Energie und hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung umstellt.
- Ein Solardach im Bau: Auf den Hallendächern der Messe Berlin entsteht die größte Solardachanlage Berlins und die drittgrößte Deutschlands.
- Zertifiziertes Energiemanagement: Der Standort ist nach ISO 50001 zertifiziert.
- Anreise mit der Bahn: Sparpreise zur IFA ab 16,19 Euro, mit BahnCard noch weniger. Zum Bahnangebot
- Wenn es doch der Flug sein muss: Wer von weit her kommt, kann die Emissionen über das Kompensationsprogramm der Lufthansa Group ausgleichen.
- Bühnen, die weniger brauchen: Die Bühnen werden auf Wiederverwendung und geringeren Energiebedarf umgestellt.
Bei einem Event dieser Größe gehen Zehntausende Mahlzeiten über die Theke. Was auf den Teller kommt und was im Müll landet, entscheidet sich vorher.
- Mehrweg, aber noch nicht überall: Capital Catering, die Cateringgesellschaft der Messe Berlin, arbeitet ausschließlich mit Mehrweggeschirr. Draußen laufen die Foodtrucks und ein Teil der Verkaufsstellen weiter auf Einweg. Daran arbeiten wir als Nächstes, angefangen bei Mehrwegbechern für Kaffee.
- Weniger Verpackung, weniger Flaschen: Einzeln verpackte Portionen gibt es so wenig wie möglich. Wo es geht, stehen Wasserspender statt Flaschen.
- Küchen, die weniger verbrauchen: Alle Durchlaufspülmaschinen arbeiten mit Umkehrosmose, um Wasser zu sparen. Neue Küchengeräte werden nach Wasser- und Energieverbrauch ausgewählt.
- Regional und bio: Saisonales Obst und Gemüse aus der Region sowie Bioprodukte sind auf Anfrage verfügbar. Bei den Lieferanten haben regionale Anbieter Vorrang, soweit die Lieferkette es zulässt.
- Was gut ist, wird nicht weggeworfen: Übrig gebliebene Lebensmittel gehen an die Berliner Tafel.
Stimmen
„Aus unserer Sicht ist es ein deutliches Signal, dass die inklusiven Führungen fest zum IFA-Programm gehören und der ABSV intensiv in deren Planung einbezogen wurde. So können sich blinde und sehbehinderte Menschen aus erster Hand über Neuheiten informieren – insbesondere über barrierefrei bedienbare Haushaltsgeräte, KI-gesteuerte Orientierungs- und Mobilitätshilfen oder über hochwertige Kopfhörer.“
Dr. Thomas Krämer, ABSV-Geschäftsführer
Unsere Partner
Die Sozialhelden haben Barrierefreiheit sichtbar gemacht, unter anderem mit der Wheelmap. Sie schulen unser Team und geben uns Checklisten, mit denen aus Absichten konkrete Entscheidungen werden.
Der Allgemeine Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin ist die Selbstvertretung blinder und sehbehinderter Menschen in der Stadt. Auf einem Tech-Event läuft fast alles über die Augen. Deshalb entwickeln wir mit dem ABSV Führungen, bei denen man nichts sehen muss.
Eine der größten Organisationen für Menschen mit Lernschwierigkeiten in Deutschland und führend bei Einfacher Sprache. Zusammen entstehen Führungen, bei denen das Verstehen nicht davon abhängt, wie gut man liest.
Die Arbeitgeberinitiative für Vielfalt im Arbeitsleben. Damit wird unsere Haltung überprüfbar.
Partnerinitiative für Kreislaufwirtschaft in der Unterhaltungselektronik. Auf der IFA mit Bühnenprogramm und einer Standfläche bei IFA Next, dazu ein Spendenlink auf der IFA Website. Die IFA ist Plattformpartner der neuen Consumer Electronics Initiative der C2C NGO.
Eines der etablierten Recyclingunternehmen in Deutschland. Gemeinsam trennen und verwerten wir Material auf dem gesamten Gelände, damit es zurück in den Kreislauf geht statt verloren zu gehen.
Rettet Lebensmittel und verteilt sie in der ganzen Stadt. Unsere Cateringüberschüsse gehen dorthin, damit gutes Essen am Ende eines Tages bei Menschen landet und nicht im Müll.
Ein Social Enterprise, das Menschen in Pflege, Gesundheit und sozialen Berufen Zugang zu Events verschafft. Darüber geben wir kostenfreie und vergünstigte IFA Tickets an die Berufsgruppen weiter, die den Alltag für alle anderen am Laufen halten.
Unser Standortpartner, der das Gelände und einen großen Teil der Infrastruktur betreibt. Der Grünstrom, die Solaranlage und das Energiemanagement nach ISO 50001 gehen genauso auf ihr Konto wie auf unseres.
Woran wir noch arbeiten
Diese Seite ist kein Abschlussbericht. Ein paar Dinge schauen wir uns für die kommenden Jahre genauer an:
- Better Stands: Das Branchenprogramm setzt auf Standkonzepte für den mehrfachen Einsatz. Wir prüfen, wie wir das auf der IFA einführen können. Erste Gespräche mit Ausstellenden führen wir schon vor Ort.
- Mehrweg auch draußen: Bei den Foodtrucks und einem Teil der Verkaufsstellen läuft noch Einweg. Das wollen wir ändern und bei den Kaffeebechern anfangen.
- Ein reizarmer Besuchertag: Gemeinsam mit der Lebenshilfe überlegen wir, wie ein Tag mit weniger Lärm, Licht und Gedränge aussehen könnte. Für alle, denen ein voller Tag auf dem Gelände zu viel ist.
Manche Wege sind noch umständlicher, als sie sein müssten. Manche Formate sind noch nicht für alle zugänglich. Und manche Zahl steht noch nicht da, wo wir sie haben wollen. Wir veröffentlichen, was schon steht, und ergänzen, was dazukommt.