6. September 2026

IFA 2026 rückt die Creator Economy stärker in den Fokus

IFA 2026 rückt die Creator Economy stärker in den Fokus

Die IFA Berlin, das weltweit größte Event für Consumer Electronics, Home Appliances und Future Tech, zeigt während der Messetage auf der IFA Creator Stage, welche Trends die Content-Produktion und Creator Economy zukünftig prägen. Im Mittelpunkt stehen KI-gestützte Arbeitsprozesse, neue Social-Media-Formate, professionelle Produktionstechnologien und nachhaltige Geschäftsmodelle für Creators. Offizieller Hauptsponsor des Creator Hubs ist in diesem Jahr Samsung.

„Im Creator Hub bringen wir die Community mit internationalen Marken, Plattformen und Technologieunternehmen zusammen. Diese zentrale Plattform für Influencer, Content Creator und Streamer bietet professionelle Möglichkeiten für eigene Livestreams sowie ein vielfältiges Programm aus Panels und Sessions. Damit stärkt die IFA ihre Rolle als Plattform für die Creator Economy“, sagt Leif Lindner, CEO der IFA Management GmbH.

Creators bauen unabhängige Geschäftsmodelle auf

Im heutigen Panel „The Creator Economy: A Survival Guide“ diskutierten Kaya Yurieff von Scalable, Louisa Ioannidou von The Soul Media, Tobias Hoss von 30 Dishes, Irina Graf von The MICE Blog und Paul Robert Cary von IJW, wie Creators langfristig erfolgreiche Karrieren aufbauen können. Im Panel wurde deutlich, dass ein nachhaltiges Creator-Business weit über hohe Reichweiten und Followerzahlen hinausgeht. Entscheidend sind stabile und diversifizierte Einnahmequellen, eine direkte Beziehung zur eigenen Community sowie Kanäle und Inhalte, die Creators selbst kontrollieren. Gleichzeitig braucht es klare Prozesse, Disziplin und einen strategischen Umgang mit Markenkooperationen, Nutzungsrechten und Exklusivitätsklauseln, um langfristig unabhängig von einzelnen Plattformen und deren Algorithmen zu bleiben.

KI im Arbeitsalltag: Mehr Effizienz oder mehr Informationsflut?

Wie Marken in einer von KI-generiertem Content geprägten Welt echte Verbindungen zu ihrem Publikum schaffen können, diskutierten gestern Giovanna Coelho von RENPHO und Eugen Fink von KRAFT Creative Studio auf der Creator Stage. Moderiert wurde das Panel „The Human Advantage: Building Brands, Communities and Culture in an AI-Driven Reality“ von Toni Willkommen, Chief Growth & Brand Officer, Brand eins Medien AG.

Giovanna Coelho zeigte auf, dass sich Vertrauen im Creator-Marketing verschoben hat: Weg von unerreichbaren Lifestyle-Idealen, hin zu Creators, deren Alltag sich für Konsument:innen nachvollziehbar anfühlt. Sichtbarkeit allein reiche nicht. Entscheidend sei, ob eine Marke ihr Versprechen auch einlöst. Eugen Fink erläuterte, wie die Pandemie paradoxerweise den heutigen Boom realer, gemeinschaftlicher Erlebnisse ausgelöst hat und grenzte den Begriff „Community“ klar von „Audience“ ab: Während „Audience“ einseitige Marketingkommunikation bedeutet, schafft „Community“ einen Raum, in dem Menschen selbst miteinander interagieren.

Bei der Frage, ob generative KI im Arbeitsalltag tatsächlich Zeit spart, gingen die Meinungen auseinander: Coelho sieht KI vor allem als Werkzeug für Daten und Analysen, das Zeit für strategische Arbeit freisetzte. Eugen warnte dagegen, dass der inflationäre KI-Einsatz in Meetings und der Kommunikation die Informationsmenge erhöhe und zugleich die Qualität mindere, wenn KI-generierte Inhalte nicht überprüft würden. Beide waren sich jedoch einig, dass KI menschliches Urteilsvermögen, Vertrauen und die direkte Interaktion mit der Community nicht ersetzen könne.

Fotografiska, IFA und Volkswagen R verbinden Kunst und Technologie

Unter dem Titel „Art Shapes the Future“ zeigen Fotografiska und Volkswagen R während der IFA eine gemeinsame Ausstellung. Sie ist aus einem internationalen Bewerbungsaufruf für aufstrebende Künstler:innen hervorgegangen. Fotografische, filmische und KI-generierte Arbeiten erkunden das Verhältnis zwischen Menschen und Technologie und zeigen, wie Kunst den Blick auf die Zukunft prägen kann.

Maximilian Neretin setzt sich in einem Selbstporträt aus der Serie „It is not a futuristic anomaly but a continuation of a very old human“ mit seinen Typ-1-Diabetes-Sensoren als ständigen Begleitern auseinander. Wiktor Franko zeigt ein Motiv aus seiner 50-teiligen Fotoserie „California Flying Cars from the Future“. Darin lässt er klassische kalifornische Autos digital schweben und reflektiert nie eingelöste Zukunftsversprechen der Nachkriegszeit. Alba Ruiz Lafuente hinterfragt in „For the Leisure of Working Insects“ die Konsum- und Freizeitkultur, indem sie Freizeitarchitekturen im Miniaturformat für Insekten entwirft.

Das begleitende Panel „How Art Shapes the Future: Fotografiska x Volkswagen R“ auf der Creator Stage brachte zudem am 4. September zudem Perspektiven aus Fotografie, Mobilität und Innovation zusammen.

Creator Stage am Montag

Auch am Montag, 7. September 2026, erwarten Besucher:innen weitere Sessions und Live-Erlebnisse auf der Creator Stage. Alle Highlights für morgen finden Sie hier: IFA Programm für Montag.

IFA Bilder

Begleitendes Bildmaterial zur IFA 2026 finden Sie hier: Media Galleries | IFA Berlin 2026 - Innovation For All