1. September 2026

IFA 2026 zeigt Weltpremiere: Meta AI Glasses und CUPRA demonstrieren die nächste Generation der Mensch-Produkt-Interaktion

IFA 2026 zeigt Weltpremiere: Meta AI Glasses und CUPRA demonstrieren die nächste Generation der Mensch-Produkt-Interaktion

Meta, CUPRA, die 1SP Agency und der XR Creator Con (XRCC) zeigen, wie AI Glasses, Computer Vision und Künstliche Intelligenz die Interaktion mit physischen Produkten verändern können. Der gemeinsam entwickelte Showcase für den neuen CUPRA Raval feiert auf der IFA 2026 in Berlin seine Weltpremiere.

Die IFA 2026, das weltweit größte Event für Consumer Electronics, Home Appliances und Future Tech, wird zur Bühne einer technologischen Weltpremiere: Gemeinsam präsentieren Meta, CUPRA, die 1SP Agency und der XR Creator Con (XRCC) eine AI-Glasses-Anwendung, die zeigt, wie Menschen künftig intuitiver mit komplexen Produkten interagieren können.

Anstatt Informationen in Apps, Handbüchern oder Menüs zu suchen, genügt ein Blick auf das Produkt und eine natürliche Frage. Die AI Glasses erfassen den visuellen Kontext, verbinden ihn mit einer speziell aufgebauten Wissensbasis und stellen unmittelbar die Informationen bereit, die in diesem Moment relevant sind.

Erstmals wird dieses Prinzip anhand des neuen CUPRA Raval demonstriert. Der entscheidende Mehrwert: Die KI kann erfassen, was der Mensch sieht, visuelle Hinweise bis hin zu Gesten oder einem Fingerzeig interpretieren und in Kombination von Sprache und Produktwissen verstehen, worauf sich die Person konkret bezieht. So entstehen präzisere Antworten und konkrete Hilfestellungen unmittelbar am physischen Produkt – freihändig und im natürlichen Dialog.

Die Weltpremiere ist Teil der strategischen Zusammenarbeit zwischen IFA, XR Creator Con und 1SP Agency. Gemeinsam verbinden die Partner Entwicklerökosystem, Technologieplattformen, Industrie und internationale Öffentlichkeit – mit dem Ziel, neue Technologien nicht nur zu präsentieren, sondern konkrete Anwendungsszenarien für Unternehmen und Endkundinnen und Endkunden sichtbar und erlebbar zu machen.

Meta begleitet das Projekt als Technologie- und Plattformpartner im Bereich AI Glasses. CUPRA bringt das Fahrzeug, das spezifische Produktwissen und die Perspektive einer globalen Automobilmarke ein. Die 1SP Agency verantwortet die Konzeption und Umsetzung des Use Cases sowie die Verbindung der beteiligten Technologien zu einer konkreten und skalierbaren Anwendung.

Wenn Künstliche Intelligenz versteht, was Menschen sehen

Mit AI Glasses entsteht eine neue Form der Interaktion zwischen Mensch, Künstlicher Intelligenz und physischer Umgebung.

Künstliche Intelligenz kann bereits heute Bilder analysieren, Sprache verstehen und Fragen beantworten. Der entscheidende nächste Schritt entsteht, wenn diese Fähigkeiten miteinander verbunden werden: Kamerabilder, Sprache, visuelle Hinweise, Gesten, Objekte und Handlungen können zu einem gemeinsamen Kontext zusammengeführt werden.Im Showcase kommt hierfür unter anderem Technologie von Ramblr.ai zum Einsatz. Ramblr.ai ist auf multimodale KI für die physische Welt spezialisiert und verarbeitet Videodaten aus unterschiedlichen Kameraperspektiven – etwa von Smart Glasses, mobilen oder stationären Kameras. Die Plattform strukturiert und reichert visuelle Informationen so an, dass Vision-Language Models (VLMs) und multimodale AI Agents Objekte, Aktivitäten, Beziehungen und situativen Kontext besser einordnen können.

Im Zusammenspiel mit der AI-Glasses-Plattform von Meta und einer produktspezifischen Wissensbasis entsteht so ein System, das eine Frage nicht isoliert verarbeitet, sondern berücksichtigt, was die Kamera erfasst, worauf sich die Person bezieht und welche Unterstützung in diesem Moment benötigt wird.

Information ist damit genau dort verfügbar , wo sie benötigt wird – unmittelbar am Produkt und ohne den Wechsel auf Smartphone, Display oder Handbuch.

Die für die Präsentation auf der IFA entwickelte Anwendung wurde für den neuen CUPRA Raval konzipiert und verfügt über eine eigens aufgebaute Wissensbasis zu Fahrzeug, Design, Bedienung, Sicherheit und Funktionen.

Für den CUPRA Raval bedeutet das beispielsweise:

  • interaktives Fahrzeug-Onboarding,
  • kontextbezogene Erklärungen zu Bedienelementen und Funktionen,
  • Schritt-für-Schritt-Unterstützung bei Einstellungen,
  • Hilfestellung bei Bedien- und Wartungsfragen,
  • Interpretation visueller Hinweise und konkreter Verweise auf Bauteile oder Funktionen,
  • sowie ein jederzeit verfügbarer digitaler Produktbegleiter.

Der auf der IFA gezeigte Showcase funktioniert unabhängig von den Live-Systemen des Fahrzeugs und greift in dieser Phase nicht auf aktuelle Fahrzeugdaten zu.

Ein neuer Baustein für die Mobilität der Zukunft

Für CUPRA steht der Showcase exemplarisch für den Anspruch, neue Technologien frühzeitig zu erproben und ihren konkreten Mehrwert für Kundinnen und Kunden zu bewerten.

„CUPRA versteht sich seit jeher als Challenger Brand. Deshalb gehört es zu unserer DNA, neue Technologien frühzeitig zu erproben und ihr Potenzial für unsere Kundinnen und Kunden auszuloten. Mit diesem Projekt untersuchen wir, wie AI Glasses als mögliche nächste Generation persönlicher Endgeräte das Fahrerlebnis sinnvoll erweitern können – nicht als Selbstzweck, sondern mit einem echten Mehrwert für Sicherheit, Fahrzeugverständnis und Nutzererlebnis.“ Giuseppe Fiordispina, Marketing Director CUPRA & SEAT Deutschland

Auch Meta sieht in AI Glasses eine neue Schnittstelle zwischen Menschen, Künstlicher Intelligenz und ihrer physischen Umgebung.

„AI Glasses ermöglichen eine deutlich natürlichere Interaktion mit Künstlicher Intelligenz. Wenn Sprache, visuelle Wahrnehmung und Kontext zusammenkommen, entstehen völlig neue Anwendungsmöglichkeiten für den Alltag. Genau solche realen Anwendungsfälle zeigen das Potenzial dieser neuen Geräteklasse.“ Tino Krause, Regional Director DACH, Meta

Vom XR-Ökosystem zu AI Wearables: Wie der Showcase entstand

Bereits im Rahmen des XR Creator Con 2025 (weltweit größter Hackerthon seiner Art) kamen der XR Creator Con und die 1SP Agency zu einer strategischen Kollaboration zusammen und definierten gemeinsam die Weiterentwicklung der Plattform.

Ein wesentliches Ergebnis dieser Zusammenarbeit war die Entscheidung, den bisherigen Fokus auf Extended Reality gezielt zu erweitern und künftig das breitere Spektrum der Spatial Technologies abzubilden. Neben innovativen XR-Anwendungen sollten künftig auch AI Wearables (unter anderem AI Glasses) sowie das dazugehörige Software- und Plattformökosystem fester Bestandteil des XR Creator Con werden.

Auf dieser gemeinsamen strategischen Ausrichtung aufbauend wurde beschlossen, den XR Creator Con 2026 nicht ausschließlich mit XR-Showcases zu gestalten, sondern zusätzlich AI-Wearable-Use-Cases gemeinsam mit Industrie- und Technologiepartnern zu entwickeln und zu präsentieren.

Im weiteren Verlauf des Jahres gingen der XR Creator Con und die 1SP Agency mit konkreten Zukunftsszenarien auf ausgewählte Partner aus ihrem Netzwerk zu. Einer dieser langjährigen Partner war CUPRA. Gemeinsam wurde ein Use Case skizziert und zu einem langfristigen Zukunftsbild weiterentwickelt: Wie können AI Wearables mehrwertbehaftete Lösungen schaffen, die den Umgang mit komplexen Produkten vereinfachen und Kundinnen und Kunden im Alltag intelligent unterstützen?

CUPRA brachte dafür seine Produkt-, Marken- und Kundenexpertise ein und entwickelte den Use Case gemeinsam mit der 1SP Agency sowie den beteiligten Technologiepartnern weiter. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist der auf der IFA 2026 gezeigte Showcase für den CUPRA Raval.

Damit demonstriert das Projekt nicht nur einen Automotive-Anwendungsfall. Es zeigt exemplarisch ein grundlegendes Interaktionsprinzip für eine neue Generation von Consumer Devices: Ein intelligenter Begleiter, der wahrnimmt, was eine Kamera erfasst, versteht, worauf sich der Mensch bezieht, und komplexe Zusammenhänge unmittelbar in konkrete Unterstützung übersetzt.

„Unser Anspruch bei der 1SP Agency ist es, aus neuen Technologien Lösungen zu entwickeln, die möglichst industrieübergreifend echten Mehrwert schaffen. Der CUPRA Raval ist dafür ein sehr gutes Beispiel – der zugrunde liegende Use Case ist jedoch nicht Automotive-spezifisch. Entscheidend ist das neue Interaktionsprinzip: AI Wearables können den visuellen Kontext verstehen, erkennen, worauf sich ein Mensch bezieht, und komplexe Zusammenhänge gemeinsam mit ihm einfach lösen. Ob Fahrzeug, Waschmaschine, Fernseher oder Industrieanlage ist dabei letztlich zweitrangig. Als Go-to-Market-Agentur sehen wir unsere Aufgabe genau darin, Consumer-Devices und technologische Innovationen in Anwendungen zu übersetzen, deren Nutzen für Menschen und Unternehmen unmittelbar verständlich und skalierbar wird.“ Camillo Stark, Head of Spatial Technologies, 1SP Agency

Für den XR Creator Con steht das Projekt zugleich exemplarisch für die Weiterentwicklung der Plattform von XR und Spatial Computing hin zu einem breiteren Ökosystem rund um Spatial Technologies, AI Wearables und neue Hardwareplattformen.

„Beim XR Creator Con bringen wir Entwicklerinnen und Entwickler, Technologieplattformen und Industrieunternehmen zusammen. Mit der Erweiterung unseres Fokus auf AI Wearables schaffen wir die Grundlage dafür, neue Technologien frühzeitig in konkrete Use Cases zu übersetzen. Der gemeinsame Showcase mit CUPRA, Meta und der 1SP Agency zeigt genau, welches Innovationspotenzial aus dieser Zusammenarbeit entstehen kann.“ Dinesh Punni, Founder & CEO, XR Creator Con

Die IFA als Bühne für die nächste Generation von Consumer Devices

Seit mehr als 100 Jahren steht die IFA für Technologien, die den Alltag von Menschen verändern.

Mit der Weltpremiere des AI-Glasses-Showcases wird auf der IFA 2026 eine neue Consumer-Device-Kategorie anhand eines konkreten Anwendungsfalls erlebbar. Dabei steht nicht die Technologie allein im Mittelpunkt, sondern die Frage, wie sich AI Wearables künftig in reale Produkte, Services und Kundenerlebnisse integrieren lassen.

„Die IFA war schon immer der Ort, an dem technologische Innovationen erstmals einem internationalen Publikum vorgestellt werden. Für IFA ist entscheidet, welchen spürbaren Mehrwert Technologie schafft. Dieses Projekt zeigt beispielhaft, wie AI Glasses und Künstliche Intelligenz neue Formen der Interaktion zwischen Menschen und Produkten ermöglichen und welchen Beitrag internationale Kooperationen dabei leisten können.“ Leif Lindner, CEO IFA Management.

Datenschutz und Datensouveränität

Datenschutz und Datensouveränität wurden bei der Konzeption des Showcases von Beginn an berücksichtigt. Die fahrzeugspezifischen Informationen werden über eine dedizierte KI-Wissensbasis bereitgestellt. Der Showcase verarbeitet keine Live-Fahrzeugdaten und ist nicht mit den operativen Systemen des Fahrzeugs verbunden.

Im Rahmen der gezeigten Anwendung steht die kontextbezogene Interaktion zwischen AI Glasses, visuellem Kontext und dem bereitgestellten Fahrzeugwissen im Mittelpunkt.

Vom Fahrzeug zum universellen Produktbegleiter

Der CUPRA Raval dient als erster Showcase für ein Interaktionsprinzip, dessen Potenzial weit über die Automobilindustrie hinausgeht.

Überall dort, wo Menschen komplexe Produkte verstehen, bedienen, konfigurieren oder warten müssen, können AI Wearables künftig einen unmittelbaren und kontextbezogenen Zugang zu relevantem Wissen schaffen. Das gleiche Prinzip lässt sich beispielsweise auf Consumer Electronics, Haushaltsgeräte und White Goods, Retail, technische Produkte, Maschinenbau, Industrieanlagen sowie Service- und Wartungsprozesse übertragen.

Ein Blick auf eine Waschmaschine könnte künftig ausreichen, um nach dem richtigen Waschprogramm zu fragen. Bei einem Fernseher könnte die KI unmittelbar erklären, welcher Anschluss benötigt wird. In einem technischen Serviceprozess könnte ein Fingerzeig auf ein Bauteil genügen, damit das System versteht, worauf sich eine Frage bezieht, und die passende Hilfestellung bereitstellt.

Die auf der IFA präsentierte Anwendung versteht sich daher nicht nur als Automotive-Showcase, sondern als Ausblick auf eine neue Form der Mensch-Produkt-Interaktion: Technologie versteht nicht mehr nur die Frage eines Menschen, sondern zunehmend auch den visuellen Kontext, in dem diese Frage entsteht.