7. September 2026

IFA 2026: Von KI im eigenen zu Hause bis zum autonomen Mähroboter

IFA 2026: Von KI im eigenen zu Hause bis zum autonomen Mähroboter

IFA 2026 zeigt die ganze Vielfalt von Smart Home und intelligenten Outdoor-Lösungen

Die IFA Berlin, das weltweit größte Event für Consumer Electronics, Home Appliances und Future Tech, zeigt, wie KI und vernetzte Technologien den Alltag im eigenen zu Hause und im Garten verändern. Intelligente Küchensysteme berücksichtigen individuelle Bedürfnisse, Haushaltsroboter übernehmen immer komplexere Aufgaben und smarte Lösungen unterstützen eine effizientere Nutzung von Energie und Ressourcen. Mit der Show Area Outdoor Cooking & Gardening verlängert die IFA den Smart-Living-Bereich konsequent bis auf den Rasen.

„Wir sehen auf der IFA, wohin sich der Bereich Smart Home entwickelt: Küchen werden intelligenter, Haushaltsroboter übernehmen immer komplexere Aufgaben und vernetzte Technologien reichen längst über die eigenen vier Wände hinaus bis in den Garten. Gleichzeitig steigen die Erwartungen an Energieeffizienz und einen möglichst einfachen, intuitiven Alltag. Entscheidend ist, dass Technologie nicht nur smarter wird, sondern Menschen konkret Zeit und Aufwand abnimmt. Genau diese Entwicklung machen wir auf der IFA erlebbar“, sagt Leif Lindner, CEO der IFA Management GmbH.

Wie sehr sich das Verständnis von Smart Home verändert hat, zeigte die IFA am heutigen Montag bei diversen Paneldiskussionen und Showcases. Dabei drehten sich die Gespräche um eine zentrale Frage: Wie schafft Technologie im Alltag einen wirklichen Mehrwert? KI-gestützte Geräte und intelligente Automatisierung verändern Küche und Haushalt. Gleichzeitig werden Vertrauen, Datenschutz und Nutzerkontrolle zu entscheidenden Voraussetzungen für die Akzeptanz neuer Technologien.

KI in der Küche: Nutzer wollen das perfekte Gericht statt zahlreicher Programme und Einstellungen

Im Panel „AI in the Kitchen: Helpful, Hype, or Harmful?“ diskutierten Dr. Stefan Breit, Executive Director Technology bei Miele, Dr. Victoria Spadaro-Grant, Chief Science & Innovation Officer bei Tate & Lyle, und Eelco Lammertink, Head of Home Connect Growth & Ecosystem Partnerships bei BSH Home Appliances Group. Moderiert wurde das Gespräch von Surj Patel, Technologist bei The Spoon.

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Daten und vernetzte Haushaltsgeräte die Abläufe in der Küche vereinfachen können. Entscheidend sei nicht die technische Komplexität im Hintergrund, sondern das Ergebnis: Nutzer:innen wollten sich nicht mit zahlreichen Programmen und Einstellungen beschäftigen, sondern ein gelungenes Gericht und ein positives Genusserlebnis erhalten. Mit Blick auf eine alternde Bevölkerung müssten intelligente Küchensysteme künftig auch veränderte Ernährungsbedürfnisse berücksichtigen. Vernetzte Assistenzlösungen könnten zudem dazu beitragen, dass ältere Menschen ihren Alltag länger selbstständig im eigenen Zuhause gestalten können.

KI soll Hausarbeit im Hintergrund vereinfachen

Wie sich dieser Anspruch auf den gesamten Haushalt übertragen lässt, erklärte Dr. Markus Miele, Executive Director and Co-Proprietor bei Miele, am Samstag in seiner Keynote „The End of Housework Is in Sight: Innovating in the Age of AI“. Er machte deutlich, dass KI die Hausarbeit nicht komplizierter, sondern einfacher und unsichtbarer machen soll. Sensoren und KI könnten zukünftig etwa Wäsche, Farben und Textilien erkennen und automatisch das passende Programm auswählen. An die Stelle zahlreicher Einstellungsmöglichkeiten wird für Nutzer:innen ein möglichst einfacher Vorgang treten. “Premium” bedeutet in Zukunft, dass Menschen weniger Entscheidungen treffen müssen.

Bei dem Panel „Design for a Human-Centered Smart Home“ stellten sich die Expert:innen von Smart Design, Electrolux und Springhouse Technologies der Frage, wie Smart Homes gestaltet werden müssen, damit Menschen ihnen vertrauen. Im Mittelpunkt standen intuitive Bedienung, Nachhaltigkeit und die Balance zwischen Komfort, Transparenz und Kontrolle. Das Ziel: ein Zuhause, dessen Technologie sich möglichst selbstverständlich in den Alltag integriert, statt permanent Aufmerksamkeit einzufordern.

Bereits am vergangenen Sonntag zeigten WGSN und TCL mit „The Sensory Intelligent Home“, wohin diese Entwicklung führt. KI, Sensorik und Design verschmelzen zu einem vernetzten Ökosystem, das stärker auf Menschen und ihre Bedürfnisse reagiert. Smart Home entwickelt sich damit vom Verbund einzelner vernetzter Geräte zunehmend zu einem intelligenten Lebensraum.

Smart Home auch für Gesundheitsförderung und Wellbeing

Gleichzeitig rücken auch die Themen Gesundheit und Wellbeing stärker in den Smart-Home-Fokus. Im Panel „How Tech Will Transform Food, Health, and Longevity at Home“ diskutierten die Speaker heute darüber, wie Haushaltsgeräte, Wearables und digitale Gesundheitstechnologien im Zusammenspiel wirken könnten. Daten könnten künftig dabei helfen, Ernährung und Gewohnheiten individueller auszurichten, um Menschen dabei zu unterstützen, länger selbstständig zu Hause zu leben. Damit würden Fragen nach Datenschutz und dem verantwortungsvollen Umgang mit persönlichen Daten noch wichtiger, so die Expert:innen.

Auch Robotik spielt dabei eine wachsende Rolle. Von spezialisierten Koch- und Reinigungsrobotern über mobile Assistenten bis hin zu Humanoiden könnten solche Systeme künftig bei der Essenszubereitung, beim Monitoring oder bei alltäglichen Aufgaben unterstützen. Gleichzeitig bleiben Sicherheit, Vertrauen und gesellschaftliche Akzeptanz zentrale Fragen.

Smart Home endet nicht an der Tür, sondern reicht bis in den eigenen Garten

Dass intelligente Technologien längst nicht mehr an der Haustür enden, zeigt die Show Area Outdoor Cooking & Gardening. Mit ihr verlängert die IFA den Smart-Home-Bereich bis auf Terrasse und Garten. In dieser Show Area erleben Besucher:innen noch bis morgen, wie vernetzte Technologien das Kochen im Freien, die Gartenarbeit und die Pflege von Außenbereichen komfortabler und effizienter machen.

Das Spektrum reicht von Outdoor Cooking und BBQ über intelligente Gartentechnik bis hin zu Lösungen für Haus und Werkstatt. Smarte Bewässerungssysteme versorgen Pflanzen bedarfsgerecht mit Wasser, autonome Mähroboter übernehmen die Rasenpflege und vernetzte Sensoren liefern Informationen über Wetter- und Bodenbedingungen. Auch hier gewinnen Energie- und Ressourceneffizienz weiter an Bedeutung: Intelligente Systeme helfen dabei, Wasser und Energie gezielter einzusetzen, während neue Materialien und Technologien den Ressourcenverbrauch reduzieren.

Ausblick: Die IFA-Highlights am Dienstag

Auch am Dienstag, 8. September 2026, erwarten Besucher zahlreiche Keynotes, Produktneuheiten und Live-Erlebnisse. Alle Highlights für morgen finden Sie hier: IFA-Programm für Dienstag.

IFA Bilder

Begleitendes Bildmaterial zur IFA 2026 finden Sie hier: Media Galleries | IFA Berlin 2026 - Innovation For All